Umweltministerin: Wasserstoff ist ohne Alternative

Politik

Im Handelsblatt vom 17. Februar 2020 spricht Bundesumweltministerin Svenja Schulze Klartext: Wasserstoff ist ohne Alternative, besonders um die Klimaneutralität von Branchen wie Stahl, Zement oder Chemie erreichen zu können.

Warum ist das wichtig? Um die Wandlung von Öl und Gas hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu erreichen kommen nach heutigem Stand als Energiespeicher nur Batterien und Wasserstoff in Frage. Besonders wenn es um große Energiemengen geht, sind Batterien Wasserstoff aufgrund ihrer niedrigen Energiedichte unterlegen.

Weitere Punkte aus dem Handelsblatt-Interview:

  • es gibt ein Henne-Ei-Problem: während Branchen wie die Stahlindustrie dringend Wasserstoff benötigen, der noch gar nicht vorhanden ist, sagt die Wasserstoff-Industrie, dass es noch keine Abnehmer gibt
  • Fr. Schulze schlägt für den Flugverkehr eine Quote zur Beimischung von aus grünem Wasserstoff hergestellten synthetischen Kraftstoffen vor, zum Beispiel 2 Prozent bis 2030
  • Außerdem will Fr. Schulze ab 2021 eine Produktionsmenge grünen Wasserstoffs von 5.000 Tonnen jährlich ausschreiben, um Produktionskapazität entstehen zu lassen
  • eine Förderung blauen Wasserstoffs, der auf fossile Enegieträger, der Abspaltung von CO2 und dessen Speicherung (CCS) setzt, lehnt Schulze ab

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